• Netgear Powerline 1200 – Ein Netzwerk unter Spannung

    Netgear Powerline 1200 tested by needs4geeks.de

    Klein. Praktisch, Gut, aber mit Optimierungspotential.

    All die letzten Jahre bin ich immer mal wieder über die Möglichkeit von solchen Powerline Adaptern gestolpert, habe sie aber bisher nie wirklich in Betracht gezogen. Das hat sich dank Netgear jetzt geändert und ich durfte als Markenbotschafter einmal die Netgear Powerline 1200 Adapter testen.

    Die Geräte lassen sich wirklich leicht und ohne großes Technikverständnis installieren: einen Adapter in die Steckdose nahe des Routers und den anderen Adapter an die gewünschte Stelle der Wohnung bzw. des Hauses einstecken. Nun noch einfach verkabeln, d.h. ein LAN Kabel vom Router zu Adapter 1 und von Adapter 2 ein LAN Kabel zum gewünschten Endverbraucher (TV, Spielkonsole, Switch, Access Point). Danach innerhalb von 2 Minuten jeweils an beiden Geräten den Knopf auf der Unterseite drücken, damit die beiden Adapter sich finden und koppeln. Hierbei sei zu erwähnen, dass nach Kopplung keinerlei Fremdzugriff stattfinden kann, da beide Geräte nun verschlüsselt kommunizieren.

    That’s it! Wirklich kinderleicht. Ohne Softwareinstallation, ohne komplizierte Konfiguration Internet im ganzen Haus nutzen.

    Nun kommen wir jedoch zu den Punkten, die bei der Vernetzung übers Stromnetz zu beachten bzw. aufgefallen sind. Obwohl man die Geräte auch an einer Mehrfachsteckdose nutzen kann, empfehle ich diese trotzdem an einer festinstallierten Wandsteckdose als Einzelgerät zu nutzen. Sollte dieses aufgrund von mangelnden Steckdosen nur bedingt möglich sein, empfehle ich andere Modelle, die eine integrierte Steckdose besitzen, um die Problematik von zu wenig Steckdosen zu vermeiden oder eben doch das Gerät an einer Mehrfachsteckdose zu nutzen.

    Beide Varianten wurden von mir getestet. Im Alltagsgebrauch für einfachen Internetzugang zum Surfen etc. wird man keinen Unterschied merken. Jedoch ist eine Vernetzung über Mehrfachsteckdosen etwas instabiler, da auch die Qualität der Mehrfachsteckdosenleisten Einfluss nehmen kann und natürlich die anderen angeschlossenen Verbraucher.

    Grundsätzlich war die Nutzung als Einzelgerät an der Steckdose leider auch nicht ganz störungsfrei, beim Streamen von Filmen vom NAS bzw. Netzwerkspeicher kam es regelmäßig 1-2x die Stunde vor, dass der Film unterbrochen wurde, aufgrund eines Signalverlustes. Dieser war jedoch nur für wenige Sekunden, da der Film umgehend manuell wieder gestartet werden konnte. Die Problematik kann aber nicht zu Lasten des Netgear Powerline 1200 gehen, sondern ist ein allgemein bekanntes Problem bei Stromnetzen.

    Das ganze beruht auf physikalischen Grundgesetzen, auf die ich als Laie auch nicht explizit eingehen werde. Nur so viel sei gesagt, dass oftmals verschiedene Stromkreise im Haus verschiedene Phasen besitzen (in der Regel gibt es 3 verschiedene Phasen im Wechselstrom). Alle Stromkreise die im Sicherungskasten über eine Sicherung laufen, laufen definitiv auf derselben Phase und sind somit störungsunanfälliger.

    Ein weiteres Problem ist die Stromnetzbelastung von Endgeräten, im eigenen Haus ist dieses selber zu steuern, aber in Mehrfamilienhäusern leider nicht.

    Fazit:
    NETGEAR_Markenbotschafter_ButtonDas Netgear Powerline 1200 System ist definitiv eine Bereicherung in Sachen Vernetzung. Für einen Office Rechner, Netzwerkschaltanlagen o.ä., die nicht in den Genuss der WLAN Abdeckung kommen oder denen ein WLAN Repeater nicht genug „Leistung“ bringen, definitiv eine Alternative. Bei mir kommt das System im Gartenhaus zur Geltung, da auch immer mehr Geräte ferngesteuert werden können und bis dahin die WLAN Abdeckung nicht reicht.
    Für Online-Spiele und Streaming kann ich aufgrund der physikalischen Beschränkungen nur bedingt empfehlen, da man vorher unbedingt die elektrotechnischen Begebenheiten klären sollte.
    Die Geräte und die praktische und einfache Handhabung haben mich definitiv überzeugt. Leider kann ich das Potential aufgrund der besagten Probleme nicht optimal ausschöpfen, was sehr schade ist.

    Have it – (partly) love it!

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